Dienstag, 15. Mai 2012

Baccarat Hotel Lizenz

Mit Baccarat betritt die nächste Marke den Hotellerie Markt, dieses Mal wieder in Lizenz.
In 2014 wird das erste Baccarat Hotel & Residences in NY eröffnen. Weitere Hotels sollen folgen.


Der Lizenznehmer ist ein Joint Venture der Starwood Capital Group, die unter anderem in Hotels der Marken Le Méridien, Sheraton, St. Regis und W Hotels investiert.

Baccarat ist eine Französische Kristall-Manufaktur, die 1764 gegründet wurde.  Angesiedelt im höchsten Preissegment bietet Baccarat primär dekorative Schmuckobjekte und Glaswaren an.

Das erste Baccarat Hotel & Residences entsteht in New York, 20 West 53rd Street, mit 114 Gästezimmern inklusive 26 Suiten. Weitere Hotels sind in Rabat, Foshan, Dubai, Marrakech und weiteren Standorten in Asien und dem Mittleren Osten geplant.

Montag, 14. Mai 2012

Wie macht man eine Lizenz-Marke erlebbar?

Markenwelten erlebbar machen kann viel Geld kosten. Und welches einbringen.

Laura Ashley eröffnet demnächst sein "brand showcase" Hotel.

Für eine Marke, die ursprünglich aus der Heimtex Branche kommt, ein sinnvoller Schritt.
Neben der Nutzung als "Schulungs-Zentrum" für Mitarbeiter, Kunden, Lizenznehmer und andere, können sich hier auch Verbraucher wohl fühlen und inspirieren lassen.

Trinity Ltd erwirbt traditionsreiche Britische Marke Gieves & Hawkes

Trinity Ltd. übernimmt Gieves & Hawkes für maximal 92,5 Mio Pfund. Die an der Börse Hong Kong gelistete Firma besitzt bereits Cerutti 1881 und gehört der Familie Fung.

Der Familie gehört ebenso Li & Fung Ltd., einer der größten Lieferanten von Textilien weltweit. Sowohl Li & Fung als auch die Familie Fung kaufen seit Jahren Marken in Europa und den USA, zuletzt Sonia Rykiel.

Montag, 16. April 2012

P&G lizenziert Braun

Wie mehrfach berichtet, sucht P&G aktive Lizenznehmer für seine "kleineren" Marken. Der Fokus bei P&G liegt auf 1-Milliarde-Umsatz-Marken, was das Wort klein relativiert.


Nun meldet P&G Erfolg mit der Lizenzierung seiner Marke Braun.


Der Italienische Haushaltsgerätehersteller De' Longhi erwirbt die Lizenz zu Herstellung und Vertrieb von Braun Produkten. Die Lizenz gilt für Haushaltskleingeräte.

Zusätzlich erwirbt De' Longhi Produktionskapazitäten in der BRD.




Für alles zusammen zahlt De' Longhi zunächst 50 Millionen Euro. Über 15 Jahre verteilt zahlt De' Longhi weitere 90 Millionen Euro, plus bis zu 74 Millionen Euro an verkaufsabhängiger Lizenzgebühr in den ersten fünf Jahren.

Braun ist eine Design Ikone und eine Premiummarke in einem harten Wettbewerbsumfeld.

Mittwoch, 11. April 2012

Markenwert - auch bei Finanzierungen

Bei der Diskussion um Marken und deren Nutzen steht fast immer isoliert der Absatz im Vordergrund. Zweifelsohne ist der Markennutzen dort besonders groß, messbar und erlebbar.

Vereinzelt findet man auch Betrachtungen zur Korrelation von Marke und Mitarbeitern. Fragen Sie mal Profis zum Thema Personalsuche für unbekannte Unternehmen. Dort ist schon lange bekannt, dass Markenartikler mehr und einfacher Bewerbungen erhalten und somit Zugriff auf mehr potenzielle Mitarbeiter haben. Das ist ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil.   
 
Das Handelsblatt hatte nun einen Artikel über Marken und Mittelstandanleihen. Darin heißt es:

"Markennamen ziehen bei Anlegern immer. Das zeigt sich ganz deutlich im Markt für Mittelstandsanleihen. Ob Valensina, Katjes, Air Berlin oder zuletzt Seidensticker – ihnen allen gelang es binnen eines Tages, jeweils ihr komplettes Emissionsvolumen zu platzieren. Weniger bekannte Firmen haben es dagegen deutlich schwerer."
Und weiter:
"Solche Schützenhilfe bekamen andere Emittenten wie etwa Albis Leasing, GIF, Procar, Hkw Personalkonzepte oder Royalbeach nicht. Sie blieben während der regulären Zeichnungsfrist auf einem großen Teil ihrer Anleihen sitzen und versuchen seitdem sie nachzuplatzieren."
Damit wird ein weiterer Markennutzen deutlich: bessere Finanzierungsmöglichkeiten.

Markenverantwortliche sollten all dies im Hause kommunizieren. Insbesondere, wenn mal wieder Budget-Kürzungen diskutiert werden.

Donnerstag, 5. April 2012

Fila Kidswear Lizenz

In den USA meldet Fila die Vergabe einer Markenlizenz für Kindersportbekleidung. Dies beinhaltet auch Schwimm- und Bademode und Outerwear.

Der Lizenznehmer ist MAG Brands.

Der Vertrieb erfolgt über Kauf- und Warenhäuser und den Fachhandel.

MAG hat bereits Lizenzen für Charaktere von Disney und Hasbro, sowie Markenlizenzen von Skechers und Jantzen.

Mittwoch, 4. April 2012

Imagewandel des Automobils

Das Automobil steht am Anfang eines Imagewandels.
Und wohin es geht kann man an Motorrädern ablesen. Diese starteten als Transportfahrzeug, wurden zum Inbegriff von - auch gesellschaftlicher -  Freiheit der "Rocker" und sind heute nur noch ein Hobby. Die Absatzzahlen schrumpfen seit Jahren unaufhaltsam.
Noch in den 60ern und 70ern konnten Teenager den 15. Geburtstag kaum erwarten. Damit kam bei vielen das Mofa, dann Moped/Kleinkraftrad und später mit 18 Motorrad und/oder Auto.
Und heute? Fragen Sie mal einen Teenager. Motorrad- und Autofahren findet dort im Computer-Spiel statt. Wenn überhaupt.

Die NYT berichtet, dass 2008 in den USA weniger als 50% der potenziellen Autofahrer unter 19 Jahren überhaupt einen Führerschein besaßen. Nur 10 Jahre zuvor, 1998, waren es noch über 60%.  

Die junge Generation interessiert sich mehr für das neue Smartphone, den neuen PC oder die Game-Konsole, als den Führerschein oder gar ein eigenes Auto.

Die Entwicklung hat mehrere Ursachen.

Bereits ~50 % der Bevölkerung lebt in Ballungszentren. Dort ist Autofahren weniger notwendig, teurer und wenig komfortabel.

Vor dem Internetzeitalter war ein Autoschlüssel gleichbedeutend mit Freiheit. Der Lebenshorizont erweiterte sich, man konnte neue Menschen kennen lernen.
Heute lernen Jugendliche neue Menschen im Internet kennen. Sie chatten und spielen mit Menschen aus aller Welt, lange bevor sie in alleine reisen können.

Und das verfügbare Einkommen spielt eine Rolle.
Der klassische Werdegang war früher vom Familienauto, zum ersten eigenen gebrauchten Auto, vielleicht dem Studenten-Auto, zum ersten Neuwagen bei oder kurz nach Berufseintritt.
Wer heute nach Ausbildung oder Studium allerdings erst mal schlecht bis gar nicht bezahlte Praktika, Internships oder Trainee-Programme durchläuft, kann keinen Neuwagen kaufen. Oft reicht das Einkommen nicht mal zum Unterhalt eines Kfz.

Als Markeninhaber und Brandmanager müssen Automobil-Unternehmen das Auto wieder begehrlich und relevant machen. Oder sie konzentrieren sich auf LKW, Busse und Transporter.

Co-Branding bei Kaffee und -maschinen

Cuisinart, ein großer Amerikanischer Anbieter von Küchengeräten und Kaffeemaschinen, kooperiert weltweit mit Illy.

Im Co-Branding "Cuisinart for illy" wollen die Unternehmen in den Markt mit Kaffee-Kapseln und dazugehörenden Maschinen einsteigen.

Produkte sollen im ersten Quartal 2013 auf den Markt kommen.

Beide Marken wollen alle ihre Distributionskanäle nutzen, also Fachhandel, Kauf- und Warenhäuser sowie Online.

Gerry Weber Markenlizenz für Schmuck

Gerry Weber hat eine Schmuck-Lizenz vergeben. Lizenznehmer ist die Jörg Hammer GmbH.

Der Exklusivvertrag beinhalte die Produktion und den weltweiten Vertrieb der Schmuck-Kollektion unter der Marke Gerry Weber.

Für Schmuck - gerade auch an die Zielgruppe Herren - werden zurzeit aktiv Marken-Lizenzen gesucht.

Dienstag, 3. April 2012

P&G trommelt für Lizenzen

In einer Pressemitteilung legte Procter & Gamble seine Lizenzerfahrungen vor.
Das Unternehmen lizenziert Patente, Marken und Rechte an neuen Produkten an andere Unternehmen.

Drei Milliarden US-Dollar Lizenzwaren-Umsatz soll laut P&G in jedem der vergangenen drei Jahre generiert worden sein.

Solche zahlen wecken oft Begehrlichkeiten bei Markeninhabern. Und führen zu überhöhten Erwartungen an die Erlöse aus eigenen Marken.
Allein die Frage nach inter-company Lizenzen und Lizenzen an Importeure kann Zahlen wie obige drastisch senken. Beides sind etablierte, legitime Instrumente der Gewinnsteuerung. Aber die Markenlizenz an unabhängige Dritte ist dann doch etwas anderes.

Eine weitere - leider beliebte - Unsitte ist das Schwelgen in hoch-gerechneten Einzelhandesumsätzen von Lizenzprodukten. Da werden dann schon mal utopische Handelsspannen heran gezogen und alle Erlösschmälerungen vernachlässigt.